Kosten und Steuern, Schweiz

So optimieren Sie Ihre Anlagekosten in der Schweiz

Den Markt können Sie nicht kontrollieren. Fast alles andere schon: die Depotgebühr, die Wechselkursmarge, die Stempelabgabe, die Fondskosten und wie viel Steuer Sie unnötig abgeben. Hier ist die Liste, die ich selbst durchgearbeitet habe, als ich meine Schweizer Bank verlassen habe.

Einladungslink: ibkr.com/referral/marco1592. Die Gratis-Aktien werden von Interactive Brokers bezahlt. Die Nutzung kostet dich nichts zusätzlich.

Sechs Kostenpunkte, die es wert sind, angegangen zu werden, nach Grösse geordnet

Depotgebühren sind das grösste einzelne Leck

Die meisten Schweizer Banken verlangen 0.2% bis 0.4% des gesamten Portfolios pro Jahr, egal ob die Märkte steigen oder fallen. Bei CHF 200'000 sind das CHF 400 bis CHF 800 pro Jahr allein für die Verwahrung. Interactive Brokers verlangt für ein normales Konto nichts, sodass dieser Posten schlicht wegfällt.

Der Währungsumtausch ist der versteckte Posten

Eine Schweizer Bank nimmt typischerweise rund 1% jedes Mal, wenn Sie Franken in eine Fremdwährung umtauschen. Interactive Brokers wechselt zu nahezu dem Interbankenkurs für etwa 0.002%, mindestens rund CHF 1.80. Wenn Sie monatlich CHF 500 in einen globalen Fonds investieren, ist allein diese Differenz mehrere hundert Franken pro Jahr wert.

Die Schweizer Stempelabgabe lässt sich vermeiden

Schweizer Effektenhändler verlangen 0.075% auf Schweizer Wertschriften und 0.15% auf ausländische. Ein Konto ausserhalb der Schweiz unterliegt dieser Abgabe nicht. Das sind 0.15% Ersparnis bei jedem einzelnen Kauf eines ausländischen Fonds.

Der Fonds selbst sollte fast nichts kosten

Ein weltweit diversifizierter Indexfonds kostet 0.06% bis 0.22% pro Jahr. Ein aktiv verwalteter Fonds einer Schweizer Bank kostet oft 1.2% oder mehr und holt das im Durchschnitt nicht wieder heraus. Den günstigen Fonds zu wählen, ist die einfachste Entscheidung auf dieser Seite.

Weniger handeln, dafür in grösseren Blöcken

Jeder Auftrag verursacht fixe Kosten. Einmal im Monat statt einmal pro Woche zu kaufen, senkt Ihre Kommissionsrechnung um rund drei Viertel, ohne dass sich an Ihrer Strategie etwas ändert.

Dividenden weiterarbeiten lassen

Reinvestieren statt Bargeld ungenutzt liegen zu lassen, ist kostenlos und wirkt durch den Zinseszinseffekt. Nicht investiertes Bargeld ist eine Kosten, die auf keinem Kontoauszug erscheint.

Die Schweizer Vermögenssteuer und was wirklich zählt

Die Schweiz besteuert, was Sie besitzen, statt was Sie gewinnen – ungewöhnlich freundlich für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger. Das sind die Regeln, die die Entscheidungen prägen.

Kapitalgewinne sind für Privatanlegerinnen und Privatanleger steuerfrei

Wenn Sie als Privatperson kaufen und halten, wird der Gewinn beim Verkauf in der Schweiz nicht besteuert. Das ist das wertvollste Merkmal des Schweizer Systems für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger. Häufiger Handel mit geliehenem Geld kann dazu führen, dass Sie als gewerbsmässige Wertschriftenhändlerin oder -händler eingestuft werden – der Hauptgrund, warum Kaufen-und-Halten die sinnvolle Standardstrategie ist.

Die Vermögenssteuer wird auf den Wert per Jahresende erhoben

Kantone besteuern das Nettovermögen mit rund 0.1% bis 0.7% pro Jahr, oberhalb von Freibeträgen, die je nach Kanton und Zivilstand unterschiedlich sind. Massgebend ist der Wert Ihres Portfolios am 31. Dezember, abzüglich Schulden wie einer Hypothek. Wo Sie wohnen, ist weit wichtiger als welchen Broker Sie nutzen: Die Sätze unterscheiden sich zwischen den Kantonen um ein Mehrfaches.

Dividenden werden als Einkommen besteuert

Dividenden und Zinsen zählen im Jahr des Erhalts als Einkommen. Thesaurierende Fonds werden trotzdem auf die erzielten Erträge besteuert, sodass thesaurierende Anteilsklassen dies nicht umgehen.

Die US-Quellensteuer mit DA-1 zurückfordern

US-Fonds behalten 15% der Dividenden für Schweizer Ansässige mit hinterlegtem W-8BEN-Formular zurück. Sie erhalten das Geld zurück, indem Sie das DA-1-Formular zusammen mit Ihrer Steuererklärung einreichen, gestützt auf die Verrechnungssteuer- bzw. Quellensteuerbescheinigung Ihres Brokers. Das dauert wenige Minuten und ist echtes Geld.

Säule 3a und Einkäufe senken das steuerbare Einkommen

Einzahlungen in die Säule 3a senken Ihr steuerbares Einkommen jedes Jahr, und das Vermögen ist bis zum Bezug von der Vermögenssteuer befreit. Freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse wirken ähnlich. Beides sind gewöhnliche Bestandteile der Schweizer Finanzplanung, keine Schlupflöcher.

Schulden sind abzugsfähig, Zinsen ebenfalls

Hypothekarschulden senken das steuerbare Vermögen, und Hypothekarzinsen senken das steuerbare Einkommen. Deshalb investieren viele Schweizer Haushalte, während sie eine Hypothek tragen, statt sie aggressiv abzuzahlen.

Steuerregeln unterscheiden sich je nach Kanton und persönlicher Situation und ändern sich laufend. Dies sind allgemeine Informationen einer Privatperson und keine Steuerberatung. Klären Sie dies vor Handlungen mit Ihrem kantonalen Steueramt oder einer Fachperson ab.

Der einfachste Schnitt ist das Konto selbst

Der Wechsel zu einem Broker ohne Depotgebühren, ohne Stempelabgabe und mit nahezu interbankähnlichem Währungsumtausch beseitigt die meisten Punkte der obigen Liste an einem Nachmittag.